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Haltestellendreieck Königsplatz - Augsburg

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Nachtperspektive
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Blick aus der Fußgängerzone
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Modell - Seitenansicht 01
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Modell - Seitenansicht 02
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Lageplan
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Grundriss EG
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Grundriss 1.OG
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Ansicht
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Schnitt
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Funktionale Struktur
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Isometrie Tragwerk
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Materialität + Licht
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Lichtkonzept
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Modell - Aufsicht
Königsplatz Bellevue
Die funkionalen Anforderungen der Umsteigefunktionen werden in einem Gesamtkonzept von Dachtragwerk und Pavillon gelöst: Königsplatz Bellevue.
In etwa 7 Metern Höhe, von nur wenigen Stützen getragen, schwebt eine triangelförmige Dachkonstruktion, durchstanzt in der Mitte von einem schimmernden, gläsernen Pavillon.
Das weithin sichtbare Dach bildet so einen klaren Identifikaktionspunkt im städtischen Raum.
Die Projektion von Dach und Pavillon aufeinander schafft dabei eine klar zu verstehende Einheit der beiden Elemente, ohne dass diese konstruktiv miteinander verbunden sind.
Der Bereich zwischen der Außenhülle des Pavillons und den Bahnsteigen beträgt einheitlich 11m. Dieser großzügige, wettergeschützte Bereich schafft eine sehr hohe Aufenthaltsqualität für die Fahrgäste und ermöglicht durch seine
Offenheit eine selbstverständliche Orientierung im Raum.

Dachtragwerk Bellevue
Auf nur wenigen filigranen Stützen ruht das Dachtragwerk. Die Überdachung bildet an der nördlichen Spitze eine größere Überdachung aus als zu den Seiten hin und schafft ein großzügiges Entrée. Dieser großzügige Eintrittsbereich  betont zudem die verstärkte Anbingund des Haltestellendreiecks an den neu gestalteten Königsplatz an die Fußgängerzone. Die 1,1m hohe Dachkonstruktion erhält auf der Unterseite eine Aluminiumverkleidung, welche eine der Nutzung angemessene hochwertige und moderne Erscheinungsbild unterstützt.
An der Konstruktion befinden sich auch Befestigungen für die Fahrdrahtaufhängung, wodurch im inneren des Haltestellenbereichs keine weitere Stützkonstruktionen nötig werden.

Pavillon Bellevue

Der Pavillon steht als transparents, schillerndes Gebäude genau in der Mitte des Haltestelendreiecks. Er ist 2-geschossig konzipiert, mit den öffentlichen Nutzungen im Erdgeschoss und halb- bis nicht-öffentlichen Nutzungen im Obergeschoss. Die Unterbringung aller Nutzungsanforderungen in einem kompakten Gebäude ohne Kellergeschoss bieten eine hohe Wirtschaftlichkeit sowie eine zügige Umsetzung.
Der kompakte Baukörper des Pavillons schafft zudem einen besonders großzügigen und übersichtlichen Bahnsteigbereich, der eine leichte Orientierung und zügiges Umsteigen ermöglicht.

Freianlagen

Die Zugänge zum Inneren des Haltestellendreiecks sind einheitlich in mit gefärbtem Asfalt gestaltet. Das innere Dreieck und analog alle umliegenden Bahnsteige sind mit in gebundener Bauweise verlegten gesägten Granitsteinen gespflastert. Dies ermöglicht eine homogene Anpassung an die Geometrie des Königsplatz Bellevue bei gleichzeitiger Berücksichtung der Belange der barrierefreien Erschließung.
Die Enwässerung im inneren Haltestellenbereich erfolgt über Schlitzrinnen.

Lichtkonzept Tag - Lichtkonzept Nacht
Das Lichtdach des Königsplatz Bellevue hat als Umsteigebahnhof im Platzraum Signalwirkung und markiert den Haltestellenbreich weithin sichtbar.
Am Tage schützt das Dach sowohl vor Regen als auch vor starker Sonne. Ein Teil der Sonnenstrahen strömt zwischen Dach und Pavillon in denWartebereich und schafft so ein lebendiges Wechselspiel von Licht und Schatten. In der Nacht verwandelt sich das Dach zur Leuchtskulptur. Von weither sichtbar unerstreicht de räußere Lichtrand die Bedeutung des Ortes als Znetraler Umsteigeknotenpunkt.
Der Pavillon strahlt ebenfalls rundherum in weißem Licht und wird zu einem interessanen Lichtobjekt. Zusätzliche Beleuchtungen sind in die Unterdecke des Daches integriert. Die Entsehung eines Angstraumes wird durch den Einsatz dieser Lichtinstallation verhindert. Analog zum strahlenden Dach des Bellevue erstrahlen auch die transluzenten Haltestellendächer der umliegenden Bahnsteige in diffusem Licht.

Energetische Gesamtkonzeption

Durch die kompakte Gebäudeform wird eine optimierte Außenfläche erreicht, die einen effektiven Wärmeschutz in Sommer und Winter ermöglicht. Das Dach des Königsplatz Bellevue bietet im Sommer eine angenehme Verschattung des Glaspavillon, wodurchdie Kühllast des Gebäudes stark verringert wird.
Die Aussenluftvorwärmung erfolgt über einen Ansaugkanal unterhalb der Bodenplatte des Glaspavillons.
Zur Reduzierung des Wasserverbrauchs wird für die WC-Anlagen ein modernes Vakuum System eingesetzt, das die Spül- und Abwassermengen erheblich reduziert.
Entscheidung:
05 - 2010

Ort:
Augsburg (D)

Verfahren:
Realisierungswettbewerb
als Einladungswettbewerb

Teilnehmer:
Architekten

Auslober:
Stadtwerke Augsburg

Arbeitsgemeinschaft mit:
Schuller + Tham Architekten
- Augsburg

Fachplaner:
KRONE Ingenieurbüro GmbH
- Berlin
SCHLOTFELDLICHT
- Berlin