1. Preis
Marktquartierbebauung Stadtroda

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Schwarzplan
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1. Bauabschnitt - Parkbauwerk
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2. Bauabschnitt - Hanghäuser
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3. Bauabschnitt - Neubau Markt 11/13
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Lageplan
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Ansicht Westen
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Ansicht Süden
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Hanghäuser Grundriss 2.OG
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Hanghäuser Grundriss 1.OG
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Hanghäuser Grundriss EG
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Garagenbauwerk Grundriss
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Schnitt A-A
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Schnitt B-B
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Neubau Markt 11/13 Grundriss EG
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Neubau Markt 11/13 Grundriss 1.OG
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Neubau Markt 11/13 Grundriss 2.0G
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Ansicht Norden
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Ansicht Süden
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Ansicht West - Ansicht Ost
Vorbemerkung

Das Marktquartier Stadtroda weist zum aktuellen Zeitpunkt sowohl städtebauliche, als auch funktionale Defizite auf.
Während die städtebauliche Problematik des Wohn- und Geschäftshauses Markt 11/13 vor dem Hintergrund fehlender Mittel nicht zeitnah umgesetzt werden kann und deshalb als Ideenteil des Wettbewerbes behandelt wird, ist ein Neubau eines von Stadtroda benötigten Parkbauwerkes kurzfristig geplant.
Dies soll nach der Wettbewerbsauslobung in Kombination mit dem Neubau von Wohnungsbauten geschehen.



Realisierungsteil Parkbauwerk


Ein Parkbauwerk mit 80 Stellplätzen verträglich in den Quartiershof einer Wohnbebauung zu implantieren, birgt starke Interessenskonflikte zwischen den Nutzern des Parkhauses und den Anwohnern.
Deshalb schlägt der Verfasser ein 2-geschossiges Parkhaus vor, das sich sowohl in den Hang zum Kirchweg, als auch 1,5 m in den Boden hineinschiebt.
Um die Lärmbelastung durch Autos auf ein Minimum zu reduzieren, wird der Eingang des Parkhauses in unmittelbare Nähe der Zufahrt – Herrenstraße, bzw. der Ausfahrt – Marktplatz gelegt.
Die Freifläche zwischen der bestehenden Quartiersbebauung und dem Parkhaus wird mit einem Eichenhain bepflanzt und gewährleistet so eine ausreichenden Schutz der Intimsphäre der Bewohner vor dem Parkhausneubau.
Geplant ist eine weitgehend offene Stahlskelettkonstruktion mit immergrüner Fassade, die es erlaubt ohne mechanische Belüftung auszukommen, bzw. diese auf ein Minimum zu reduzieren.



Realisierungsteil Hanghäuser

Die Realisierung der geplanten 4 Hanghäuser kann direkt zusammen mit dem Neubau realisiert werden, oder als 2. Bauabschnitt erfolgen.
Die Erschließung der 3-geschossigen Hanghäuser erfolgt über den Kirchweg.
Durch ihre Ost – West Orientierung und Ihrer Eingeschossigkeit zum Kirchweg hin lassen die 6m breiten Häuser weiterhin Blickbeziehungen vom Spazierweg auf das Rodatal zu und versuchen sich möglichst sensibel in die vorhandene Hangkante zu integrieren.
Sie sind als Einfamilienhäuser in Passivbauweise konzipiert, wobei das unterste Geschoss massiv, die beiden oberen in Holzleichtbau ausgebildet werden.
Die querliegende Treppe zoniert die verschiedenen Geschosse z.B. in Küche / Wohnen, Eltern- / Kinderzimmer, Gast / HWA – Kellerersatzraum.
Neben West- und Ostbalkon im 2. OG verfügen sie über eine kleine Terrasse im 1. OG und einen Garten am EG, der einen über eine Freitreppe in das Quartierinnere führt.


Ideenteil Markt 11/13

Die städtebaulichen Defizite des Wohn- und Geschäftshauses Markt 11/13 sind nach Ansicht des Verfassers zu gravierend für einen Umbau des Bestandsgebäudes.
Durch den städtebaulich dringend notwendige Abriss des bestehenden 2-geschossigen Vorbaus entfallen die Fläche des bestehenden Verbrauchermarktes. Diese Fläche plus die benötigten Lagerflächen in dem Hauptbaukörper bereitzustellen, würden Eingriffe in die Gebäudesubstanz nach sich ziehen, die wirtschaftlich nicht mehr vertreten zu sind.

Das vorgeschlagene Wohn- und Geschäftshaus nimmt die Biegung der gegenüberliegenden Platzbebauung in Form eines Knickes auf und schafft so einen Vorbereich, der zusammen mit der bestehenden Platzfläche zum neuen Marktplatz verschmilzt.
Der 3-geschossige Baukörper schafft im EG neue Verkaufsflächen für den bestehenden Verbrauchermarkt und zwei weitere Einzelhändler, die direkt von den Marktterrassen erschlossen werden.
Die Anlieferung der Lagerräume im Keller erfolgt über die, dem Markt abgewandte Rückseite des Gebäudes.

Im 1. + 2. OG befinden sich 4 Zimmerwohnungen und 4 Zimmer Maisonettwohnungen, die über die seitlich liegenden Treppenhäuser und einen breiten Laubengang nach Süden erschlossen werden.
Die Wohnnutzung in den Obergeschossen erfolgt analog den Bestandsgebäuden
(EG - Ladenlokal, Obergeschosse – Wohnen), belebt den neuen Marktplatz und schafft ein offenes Pendant zu den geplanten Wohnbebauung der Hanghäuser.

Entscheidung:
10-2003

Ort:
Stadtroda(D)

Verfahren:
Beschränkter Wettbewerb

Teilnehmer:
Architekten, Landschaftsarchitekten

Auslober:
Stadt Stadtroda

Arbeitsgemeinschaft mit:
LANDSCHAFTS ARCHITEKTUR
Birgit Hammer
- Berlin