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Neugestaltung Vorplätze "Dortmunder U" - Dortmund

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Der Platz von Buffalo - Urbanes Entreé ins U-Gelände
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Gestaltungskonzept Vorplätze und Übergangsbereiche
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Gestaltungsplan Vorplätze
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Beleuchtungskonzept
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Gneisplatten - Granitplatten - Betonplatten - Wasserfontänen
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Detail Rheinische Straße
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Detail Platz vom Buffalo Intarsie mit Wasserspiel
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Platz von Buffalo Variante Steuerung Wasserspiel
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Platz von Buffalo Variante Steuerung Wasserspiel
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Platz von Buffalo Variante Steuerung Wasserspiel
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Querschnitt Platz von Buffalo
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Querschnitt Bebauung Königswall 29 - Fußfängerbrücke Brinkhoffstraße
Konzeption - Städtebauliche Einbindung

Ziel des Entwurfs ist die direkte Anbindung und Verlinkung des neuen Stadtteils auf dem Dortmunder U – Gelände mit der City und dem Brückenschlag des U-Geländes zu dem Gebiet südlich der Rheinischen Straße.

Der Platz von Buffalo spannt sich über den gesamten Stadtraum von südlichem Verwaltungsbau Königswall/Rheinische Straße über den U-Turm mit Annex bis zur nördlichen Bebauung und der Neubebauung am Königswall 29 und verbindet über die Einmündung der Brinkhoffstraße in den Königswall hinweg den Stadtraum.

Der Platz von Buffalo als zentrales Bindeglied von City und U-Gelände wird zum würdigen Entree in das neue Dortmunder U-Gelände und zum direkten Vorplatz für den U - Turm mit Annex. Würdiger Rahmen und Empfangsplatz der durch seine urbane Offenheit und Weite die majestätisch Erscheinung des U-Turms in Szene setzt. Der offene Platz schafft Raum um das Wahrzeichen U - Turm mit seiner Krone von dieser Stelle wahrnehmen zu können. Als offener urbaner Stadtplatz für Events, Konzerte und Veranstaltungen die das Image des neuen Stadtteils repräsentieren und den Nutzungen des Areals gerecht werden. Als urbaner Endpunkt der Fußgängerzone und des City Boulevards öffnet sich der Platz zur City. Grüne platz- und parkartige Freiräume eröffnen sich im innern des U - Quartiers.


Freiraumkonzept – städtebauliche Arrondierung


Der sich von den Raumkanten der Randbebauung und dem Königswall aufspannende Platzraum wir als Einheit begriffen, der sich in drei Platzflächen eigenständiger Charakteristik gliedert. Der urbane, offene und großzügige Platz von Buffalo, in den die aus der City kommenden wichtigen Straßenzüge Kampsstraße und Schmiedingstraße münden. Er wird als moderner Stadtplatz für Veranstaltungen ausgebildet, der mit seinem Wasserspiel den U-Turm in Szene setzt. Er bildet einen großstädtischen Eingangsplatz zum U – Quartier und großzügigen Vorplatz zum U – Turm. Der mit einem lichten Baumdach besetzte direkte Vorplatz des U – Turms der ein würdiges Entree und die Vorzone in den U – Turm bildet und unter dem Blätterdach in Verbindung einer Aussengastronomie entlang der Bebauung der nördlichen Platzkante zum Verweilen einlädt.
Der Vorplatz Königswall 29 der in seiner Geometrie dem Straßenverlauf der Brinkhoffstraße folgt und mit seiner Brücke die direkte Verbindung zwischen City, Königswall und Eingang U – Turm herstellt. Der Platzraum erfährt eine städtebauliche Arrondierung durch ein neues Gebäude am Königswall 29. Das Gebäude bildet die Platzkante aus und gliedert sich im Verlauf des Königswall mit der Traufhöhe in die Bebauung ein. Als Abschluss der Einmündung Brinkhoffstraße bildet das Gebäude einen Hochpunkt aus, der als Merkzeichen den Auftakt zum U-Gelände markiert. Vom Bahnhof kommend, lenkt die Gelenksituation mit Hochpunkt in das Gelände des Dortmunder U um. Die Fußgängerbrücke zum Vorplatz U – Turm wird durch das auskragende Gebäude überspannt. Solitärbäume setzten einen grünen Akzent auf der Platzfläche. Ein einheitlicher Belag führt diese drei Platzflächen gestalterisch zu einer Einheit zusammen. Der Gesamtraum definiert sich als Platz von Buffalo.
Ein einheitlicher Belag der Bürgersteige und gleiche Materialien in den Straßenräumen der Rheinischen Straße, Brinkhoffstraße und Königswall sowie des Vorplatzes am U-Bahnhof Westentor führt die Bereiche gestalterisch zusammen. Sie geben dem gesamten U- Areal eine eigenständige, Erscheinung und schaffen so ein Corporate Identity des öffentlichen Raumes für das Gesamtareal. Eine Passage im selben Material verbindet den Platz von Buffalo mit dem Vorplatz U-Bahnhof Westentor.


Platzgestaltung


Die Platzfläche des Platz von Buffalo spannt sich vom Annex des U – Turms bis zum Königswall und vom Verwaltungsbau im Süden bis zur Raumkante der Brinkhoffstraße auf. Als urbane, offene Platzfläche für Veranstaltungen Feste und Events bietet er einen würdigen Rahmen als Vorplatz des U – Turms und als Entree in das neue Quartier. Die Mitte des Platzes wird von einer Intarsie aus großformatigen, graugrünen Gneisplatten besetzt. Ein hochwertiges Parkett für Veranstaltungen und Events zeichnet sich so in der Mitte des Platzes ab. Ein großes Wasserspiel im Raster dieser Intarsie bespielt den Platz in den Frühjahrs-, Sommer- und Herbstmonaten und bietet einen repräsentativen und würdigen Rahmen, lädt aber auch gleichzeitig zum Spielen und bewegen ein. Das Wasserspiel lässt sich in Höhe und in der Anzahl und Verteilung der Düsen frei steuern. Die Düsen sind unter den Natursteinplatten verborgen. Die Fontänen treten durch Löcher in den Platten aus der Platzfläche aus. Schlitzrinnen gliedern die Plattenfläche und nehmen das abfließende Wasser auf und führen es in einem Kreislauf wieder zurück. Der Platz fällt von Südwesten nach Nordosten ab und neigt sich so leicht zu den aus der City ankommenden Besuchern. Die gesamte äußere Platzfläche ist mit einem mittelgroßen Plattenbelag aus hellem Granitstein belegt. Bänke und Lichtmasten zonieren räumlich einen Bereich für die Aussengastronomie und die direkte Verbindung in das U- Quartier. Breite Bänke erlauben das Sitzen in allen Richtungen und schaffen Raum für Aufenthalt und als Treffpunkt in direkter Nähe zur inneren Platzfläche. Die direkte Durchwegung zur Passage zum U- Bahnhof Westentor wird durch eine Lücke in der Reihung der Ausstattungselemente markiert. Die Platzfläche erhält entlang der abfallenden Brinkhoffstraße ein Geländer. Durch die zurückhaltende Möblierung können auf der Veranstaltungsfläche sämtliche Aktivitäten in unterschiedlichen Größenordnungen stattfinden, die auf dem Platz von Buffalo wünsch- und denkbar sind. Im Boden versenkbare Mediensäulen, bieten die nötigen Medienanschlüsse für Veranstaltungen. Der Wasserspiegel auf der Plattenfläche fängt das Bild der Wolken und den sich spiegelnden U-Turm ein.
Der Durchgängige Platzbelag und die Offenheit des Platzes vermittelt direkt zum Vorplatz vor dem U- Turm und stellt eine direkte Sichtbeziehung als Eingangspunkt zum U als Veranstaltungsort und Wahrzeichen her. Ein lichtes Baumdach schirmförmiger Gleditschien schafft einen Ort des Aufenthaltes und Wohlfühlens im direkten Vorfeld des Turmes. Der Baumhain ist auf Augenhöhe des Betrachters ein offener großzügiger Raum mit einer eigenen Aufenthaltsqualität, darüber hinaus werden die Wege- und Sichtbeziehungen zwischen den wichtigen Funktionsräumen klar erkennbar, eine gute und direkte Verbindungsmöglichkeit zwischen diesen wird herstellt. Aussengastronomie in der nördlichen Platzbebauung bespielt diesen Bereich während den Pausen bei Veranstaltungen. Die Fußgängerbrücke über die Brinkhoffstraße mündet hier in den Platz.
Der dem Verlauf der Brinkhoffstraße folgende Vorplatz zum Gebäude Königswall 29 erhält ebenfalls ein lichtes Baumdach schirmförmiger Gleditschien. Auf dem oberen Niveau des Platzes kommt unter dem Gebäuderücksprung die Fuß- und Radwegeverbindung am Königswall an.
Die Pflasterung der Bürgersteige, der Stellplatzflächen, der Durchwegung und des Vorplatzes vor dem U-Bahnhof Westentor in einem einfachen, robusten Betonstein und die Verwendung von breiten Granitbordsteinen und Kantensteinen schafft eine schlichte, elegante und doch einfache Eleganz der angrenzenden Verkehrsflächen für den ruhenden und nicht motorisierten Verkehr. Die einheitliche Gestaltung verlinkt die Flächen gestalterisch mit den hochwertigen Platzflächen und schafft einen einheitlich gestalteten Gesamtraum.


Lichtkonzept Platzfläche

Der Platz von Buffalo als Veranstaltungs- und Eventort erhält eine starke Ausleuchtung durch hohe Lichtmasten. Die Strahler der Lichtmasten können den Platz flächig ausleuchten oder mit Spots punktuelle Bereiche in Szene setzten. Analog der Beleuchtungstechnik eines Theaters werden je nach gewünschter Beleuchtung die Strahler der Lichtmasten geschaltet. Strahler im Bereich der Wasserdüsen beleuchten die Düsen und lassen das Wasserspiel durch unterschiedliche Licht- und Farbintensitäten in Szene setzten.
Das Baumdach des U-Turm Vorplatzes wird zur Lichtkuppel. Bodenstrahler beleuchten die Baumkronen vom Boden her.
Die Grundbeleuchtung der Straßen und kleinere Platzräume wird durch die vorhandene Straßenraumbeleuchtung abgedeckt.


Wirtschaftlichkeit

Die robuste und einfache Grundstruktur erlaubt es, mit minimalen Mitteln eine hochwertige Neugestaltung der Plätze herzustellen. Eine große Aufenthaltsqualität wird auf dem Platz von Buffalo geschaffen und gleichzeitig die Übersichtlichkeit und Bewegungsfreiheit erhöht. Wenige hochwertige Details und eine hochwertige Materialverwendung geben dem Ort eine angemessene Noblesse als Entree in das U-Quartier. Dabei wird auf zeitlose und einfache Materialien wie Naturstein und eine klassische Formensprache gesetzt.

Entscheidung:
03-2008

Ort:
Dortmund (D)

Verfahren:
Beschränkter Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren

Teilnehmer:
Architekten, Landschaftsarchitekten

Auslober:
Stadt Dortmund

In Arbeitsgemeinschaft mit:
bbz landschaftsarchitekten - Berlin