Engere Wahl
Kultur- und Kongresszentrum - Regensburg

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Modell
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Schwarzplan
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Übersichtsplan 1:1000
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Erdgeschoss mit Außenraum 1:500
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Blick von der Eisernen Brücke
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Isometrie Kultur- und Kongresszentrum
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Grundriss Obere Foyerebene
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Grundriss 1. UG
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Schnitt Kultur- und Kongresszentrum
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Ansicht von der Donau
Gesamtkonzept

Leitidee ist es, die durch die Lage und Entwicklung Regensburgs vorgegebenen Raumstrukturen zu stärken und weiterzuentwickeln.

Die sich im Baufeld befindlichen Dienstleistungs- und Erholungsachsen werden in dem Konzept aufgenommen und weiterentwickelt. Entlang der Dienstleistungsachse, die in einer Nord-Süd-Richtung verläuft, befindet sich bereits eine Abfolge städtischer Plätze. Diese Abfolge wird konzeptionell städtebaulich bis an die Donau weitergeführt, es erfolgt eine Klärung der Raumsituation des Schwanenplatzes, die Neudefinierung des Hunnenplatzes durch die neue Bebauung und ein Abschluss der Achse mit dem neu gestalteten Donaumarkt am Flussufer.Die landschaftlich anmutende Insel Unterer Wöhrd steht im Kontrast zu der dicht bebauten Altstadt Regensburg, die sich südlich der Donau befindet. So soll auf dem Unteren Wöhrd aus Naturschutz- und Hochwassergründen die naturnahe Auenlandschaft erhalten bleiben und durch neue Baumpflanzungen ergänzt und entwickelt werden.Gegenüberliegend des Brückenkopfes an der Proskestraße wird ein Solitärbau als städtebauliche Schließung der Eingangssituation hinzugefügt. Der Auenring um die dichte Siedlungsstruktur des Unteren Wöhrd bindet die Siedlung an die Donau und die gegenüberliegende Altstadt Regensburgs an.


Städtebauliche Einordnung


Schwerpunkt des städtebaulichen Konzeptes ist die Einbindung der Neubauten in das Stadtgefüge über die Formulierung eines Ensembles.

So wird über die Plazierung von drei Baukörpern im Baufeld am Donaumarkt ein differenziertes Raumgefüge geschaffen, welches zwischen Kernstadt im Süden und Donauufer im Norden unterschiedliche Bewegungsrichtungen kommuniziert und sich von Osten nach Westen strukturell eingliedert.

Das Gebäude des Kultur- und Kongresszentrums definiert über die Fortführung der Gebäudeflucht enlang der Thundorferstraße die neue Raumkante zur Donau. Durch das Verschwenken der Fassade weitet sich der Raum Richtung Osten und wird durch das Gebäude des Ostenstadls gefasst. Im westlichen Abschluss differenziert die Baumasse räumlich den Hunnenplatz und St. Georgen-Platz.

Das Hotel ist als langgstreckter Baukörper formuliert, welcher sich von der Ostengasse hin zur Donau entwickelt und zwischen Kultur- und Kongresszentrum sowie Ostenstadl räumlich vermittelt und die Gischtlgasse westlich flankiert; der so neu entstandene, prominente Platzraum enlang der Donau wird mit dem Donaumarkt belegt.

Die Denkmalobjekte Ostengasse 3 und Trunzergasse 10 werden von einem weiteren Baukörper dreiseitig umschlossen. Im Westen bildet er die östliche Raumkante des Hunnenplatzes; im Osten definiert er einen neuen Platz (Ostenplatz), an dem alle Gebäude des Ensembles angeschlossen sind und somit die Ostengasse, Kalmünzergasse als auch Throtengasse einen Kommunikationspunkt erhalten.


Gebäudestruktur


Das Kultur- und Konferenzzenrum wird über das zentrale Foyer, welches sich durch die gesamte Gebäudetiefe erstreckt, über den Hunnen- und Ostenplatz sowie den Marktplatz erschlossen.

Im Westen befindet sich im Erdgeschoss der grosse Saal und im Osten der Tagungs- und Seminarbereich bzw. das “Forum Reginae” im Obergeschoss. In den beiden Stirnseiten des RKK sind die Nebenfunktionen und notwendigen vertikalen Erschließungen.

Das Hotel ist als zweihüftige Anlage mit einem zentralen Atrium organisiert. Die Zimmer sind zwischen dem Empfangs- und Restaurantbereich im Erdgeschoss zum Ostenplatz hin und dem Wellnessbereich im letzten Obergeschoss eingegliedert.

Der Ergänzungsbau bildet mit der Truntzergasse 10 eine räumliche Einheit, mit Bar- und Restaurantbereich im Erdgeschoss und Büros bzw. einem Boarding House in den Obergeschossen. Das Gebäude Ostengasse 3 wird als eigenständige Einheit mit potenzieller Ladenflächennutzung begriffen.


Erschließung und Verkehrskonzept


Die Kolpingstraße wird für Fußgänger zugänglich und der Verkehr wird ausschließlich durch die Kalmünzerstraße geleitet. So erhält der Schwanenplatz seinen Charakter als Stadtplatz zurück. Der Bereich Kolpingstraße und der Durchgang unter dem Kolpinghaus sind für die zukünftige Nutzung der Stadtbahn denkbar.

Die Zufahrt zu der Tiefgarage des Kultur- und Kongresszentrums und des Hotels, sowie die Anlieferung des Hotels erfolgt über die Gischtlgasse, in der sich die Ein- und Ausfahrt befindet; die Vorfahrt des Hotels befindet sich am Ostenplatz.

Die Anlieferung für das Kultur- und Kongresszentrum erfolgt über den Hunnenplatz. Bei wichtigen Ereignissen wird über den Donaumarkt eine weitere Vorfahrt geschaffen.

Entscheidung:
12-2006

Ort:
Regensburg (D)

Verfahren:
Offener Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil

Teilnehmer:
Architekten, Landschaftsarchitekten

Auslober:
Stadt Regensburg

In Arbeitsgemeinschaft mit:
Ernst Scharf arch42 - Berlin
Dennsi Wagner arch42 - Berlin
bbz landschaftsarchitekten - Berlin