Landesberufsschulzentrum St.Peter - Graz

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‚BlütenBand’ – CI durch Freiraumgestaltung
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Modell - Blick von Süden
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Städtebauliche Gesamtkonzeption
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Schnitt entlang dem ‚BlütenBand’
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Verzahnung von Gebäude und Freiraum
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Iso 1.BA
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Iso - 2.BA
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Iso - 3.BA
Städtebauliche Neuordnung – ‚Park St. Peter’

Die Umstrukturierung der LBG St. Peter und die Neuordnung der Fläche in LBZ Neu und VDZ stellen eine besondere städtebauliche Chance für das gesamte Areal dar.
Ziel ist es, eine Öffnung des Campus der LBS und eine bessere Kommunikation mit seinem Umfeld zu erreichen. Dazu werden die Flächen an der Hans-Brandstetter-Gasse als Park St. Peter neu gestaltet. Sitzgelegenheiten und Liegewiesen unter neu gepflanzten Spitzahornen (Ahorn platanoides "Cleveland") schaffen eine neue Aufenthaltsqualität für das gesamte Areal - von Petersgasse bis hin zur Pluddemanngasse. Die Bestandsgebäude U Boot und Haus#4 werden in den neuen Grünraum integriert.



‚BlütenBand’ – CI durch Freiraumgestaltung

Direkt an die Parkflächen angrenzend verläuft auf dem Campus das ‚BlütenBand’.
Eine Abfolge von Wegen und differenzierten Plätzen, die den Campus strukturieren und ihn mit seinem Umfeld verknüpfen. Blütengehölze, Kupfer-Felsenbirnen (Amelanchier lamarckii), bespielen die Plätze und markieren diese, schon von weitem sichtbar, in ihrer Abfolge.
Das ‚BlütenBand’ ist mehr als nur Erschließung, es ist das Aushängeschild für die LBS.
Offenheit, gute Orientierungs- und Kommunikationsmöglichkeiten, hohe Aufenthaltsqualität, das sind die Elemente, die einen Campus definieren. Die Freiraumgestaltung des Campus wird somit zur Corporate Identity der LBS.



Neubauten – Raumbildung und Ablesbarkeit

Die Konzeption der Neubauten erfolgt nicht ausschließlich nach funktionalen Aspekten. Das Ziel einen Campus zu schaffen erfordert es, mit Hilfe der Neubauten, Räume zu bilden. Erfordert es, die Neubauten so zu platzieren, dass sie sich mit dem Freiraum verzahnen.
Jeder einzelne Neubau nimmt dieses Thema der Verzahnung in seinem konkreten Entwurf auf, jeder auf seine eigene Art und Weise:

• Das ZWG schafft durch seine 3-geschossige S-Form ein Gegenüber für die bestehenden Häuser 2 + 4 und bildet so den Freiraum für die drei aneinander liegenden Campusplätze.
• Der Kubus Haus 12 Neu wird im Hof des Unterrichtgebäudes 8 platziert und schafft so einen neuen attraktiven Haupeingang für die LBS. Der Eingang wird deutlich durch den Unterschnitt des Kubus auf der Seite des ‚Blütenband’ markiert.
• Der Neubau Internat stellt sich als Scheibe auf das ZWG. Eine Landmarke, die verträglich an der Grenze zum Friedhof positioniert wird. Die Maßstäblichkeit des Campus wird trotz der 13 Geschosse nicht beeinträchtigt.

Auch eine klare Ablesbarkeit, eine klare Identität der einzelnen Neubauten ist von hoher Bedeutung für die Akzeptanz der Nutzer. Typologie von ZWG, Haus 12 Neu, Internat und VDZ unterscheiden sich grundsätzlich. Dieses spiegelt sich in der differenzierten Kubatur und Geschossigkeit der Neubauten wieder.



Etappenweise Realisierung – Campusqualität zuerst

Die Neugestaltung der LBS / VDZ wird wie folgt realisiert:

1. BA: Neubau ZWG und Tiefgarage LBS
2. BA: Neubau Haus 12 Neu
3. BA: Neubau Internat + Abriss Haus 12 Alt / Neubau VDZ und Tiefgarage VDZ

Realisierung des Freiraumkonzepts, Park St. Peter und Blütenband, für den Bereich LBZ direkt nach Realisierung 1. BA.
Realisierung des Freiraumkonzepts, Park St. Peter und Blütenband, für den Bereich VDZ direkt nach Realisierung 3. BA.



Areal LBS Neu

ZWG
Der Neubau des ZWG schließt über die gesamte Breite an das aktuell im Bau befindliche ZWG2B des Arch. Windbichler an. So ist eine wetterfeste, direkte Verbindung mit Teilen des bestehenden Campus gewährleistet.
Das ZWG nimmt mit 3 Geschossen die Höhe von den umliegenden Häusern#4 und #2 auf und bindet sich somit in den Bestand ein.
Die S-Form des Grundrisses stellt im Verhältnis zur Grundrissfläche viel Fassadenfläche zur Verfügung. Eine natürliche Belichtung und Belüftung der Werkstätten lässt sich so realisieren. Die Raumtiefen sind mit ca. 15m eingeplant.
Im Erdgeschoss ist das ZWG in zwei Rechtecke geteilt. Die dazwischen liegende Freifläche dient der Anlieferung und der Durchwegung des Campus im Allgemeinen.

Wetterfeste Verbindung versus offenen Campus
Das Prinzip des offenen Campusgeländes ist nach Ansicht der Entwurfsverfasser nicht vereinbar mit dem Wunsch alle Gebäude trockenen Fußes zu erreichen. Dennoch sind die Neubauten so konzipiert, dass alle Unterrichts- und Werkstattgebäude miteinander verbunden sind, bzw. verbinden sein können.
ZWG, Internat und Haus 12 Neu sind direkt mit der Hauptanlage der LBS verbunden. Die Anbindung des ZWG an die Häuser #4 und #2 kann wenn gewünscht im Untergeschoß realisiert werden.

Versiegelung

Die Schaffung eines gut zu nutzenden öffentlichen Freiraumes ist ohne versiegelte Flächen nicht zu realisieren. Da die versiegelte Fläche auf Grund der hohen baulichen Dichte schon einen hohen Anteil erreicht, sind Kompensationsflächen für die Versiegelung durch Freianlagen zu schaffen.
Das bedeutet, dass als Ausgleich für die Versiegelung im Bereich des ‚BlütenBand’ die Dachflächen von ZWG und Schule begrünt werden sollten.

Anlieferung
Die Anlieferung der LBS erfolgt ausschließlich über die Petersgasse. So können die das ZWG und die übrigen Werkstätten von hinten angefahren werden, das ‚BlütenBand’ wird vom Verkehr freigehalten.

Tiefgarage - Parkplätze

Die Tiefgarage mit 150 Stellplätzen liegt unter dem Neubau von Haus 12. Sie verfügt über eine Anbindung an die Hans-Brandstetter-Gasse, eine weitere an die Petersgasse. Oberirdisch können bei Bedarf Kurzzeitparkplätze und/oder Behindertenparkplätze vorgesehen werden.



Areal VDZ

Neubau VDZ

Es entsteht ein 3-geschossige, Strassen begleitenden Gebäude mit 7-geschossigem Kopfbau am ‚BlütenBand’ als markantes Wahrzeichen an der Pluddemanngasse.
Für den 3-geschossigen Bereich wird ein Einkaufcenter vorgeschlagen, für den Kopfbau eine Büronutzung mit Gastronomie im EG.

Anlieferung

Die Anlieferung der LBS erfolgt ausschließlich über die Petersgasse. So können die das ZWG und die übrigen Werkstätten von hinten angefahren werden, das ‚BlütenBand’ wird vom Verkehr freigehalten.

Tiefgarage - Parkplätze
Die Tiefgarage mit 200 Stellplätzen liegt im 2. UG des Gebäudes. Sie verfügt über eine Anbindung an die Hans-Brandstetter-Gasse. An der Petersgasse werden oberirdisch 24 Kurzzeitparkplätze vorgesehen.

Entscheidung:
11-2007

Ort:
Graz (AT)

Verfahren:
Offener, zweistufiger Wettbewerb

Teilnehmer:
Architekten, Ingenieure/Fachplaner

Auslober:
LIG Steiermark, Landesimmobiliengesellschaft mbH

Fachplaner:
hutterreimann + cejka Landschaftsarchitekten
Berlin, Wien